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Windkorrigiertes Tempo Rechner

Finde dein äquivalentes Tempo unter windstillen Bedingungen, wenn du bei Wind läufst. Gegenwind verlangsamt deutlich; Rückenwind hilft weniger als du denkst.

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Wind beeinflusst das Tempo stärker, als die meisten Läufer denken. Die richtige Uhr und die richtigen Schuhe helfen dir, dich anzupassen.

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Windkorrigiertes Tempo Rechner: so funktioniert es

Wind erzeugt Luftwiderstand und damit zusätzliche Energiekosten. Gegenwind wirkt direkt gegen deine Vorwärtsbewegung: Die Modelle von Pugh (1971) und Kyle (1979) ergeben etwa 3 Sekunden pro Kilometer je 1 m/s. Rückenwind senkt den Luftwiderstand, gibt aber nur rund die Hälfte davon zurück, etwa 1,5 Sekunden pro Kilometer je 1 m/s, weil Beinarbeit und Körper einen Widerstand erzeugen, den auch Rückenwind nicht wegnehmen kann. Die Richtung wird über eine Kosinusfunktion aufgelöst, sodass Seitenwind (90°) das Tempo kaum direkt beeinflusst. Diese Asymmetrie hat eine praktische Folge: Auf einer gleich langen Strecke hin und zurück gehst du nicht bei null auf. Bei 20 km/h Wind kostet dich der Hinweg etwa 17 Sekunden pro Kilometer und der Rückweg gibt etwa 8 zurück, ein Nettoverlust von rund 4 Sekunden pro Kilometer über den ganzen Lauf.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel verlangsamt Gegenwind meinen Lauf?

Ein Gegenwind von 10 km/h kostet einen typischen Freizeitläufer etwa 8 Sekunden pro Kilometer, einer von 30 km/h etwa 25 Sekunden pro Kilometer - über einen Marathon eine erhebliche Einbuße. Beide Zahlen stammen aus dem Modell, das dieser Rechner verwendet: rund 3 Sekunden pro Kilometer je 1 m/s Gegenwind.

Hilft Rückenwind genauso viel wie Gegenwind schadet?

Nein, und genau diese Lücke ist der nützliche Teil. Rückenwind gibt nur etwa die Hälfte dessen zurück, was derselbe Gegenwind kostet: rund 1,5 gegenüber 3,0 Sekunden pro Kilometer je 1 m/s. Der Grund ist, dass Beine, Körper und Vertikalbewegung einen Widerstand erzeugen, den Rückenwind nicht beseitigen kann. Praktisch heißt das: Eine gleich lange Strecke hin und zurück kostet dich bei 20 km/h Wind immer noch etwa 4 Sekunden pro Kilometer, obwohl du genau so weit mit dem Wind läufst wie dagegen.

Sollte ich windige Läufe in meinem Training anders planen?

Ja. Laufe nach Belastung, nicht nach Tempo: Beginne gegen den Wind, solange du frisch bist, und komm mit dem Wind zurück. Rechne aber nicht damit, dass sich das ausgleicht: bei 20 km/h Wind bleibt über die gesamte Strecke ein Verlust von etwa 4 Sekunden pro Kilometer. Bei einem Zieltempo von 5:00 pro Kilometer über 10 km sind das rund 42 Sekunden gegenüber einem windstillen Tag.